Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen baut das Unterbringungssystem für die Aufnahme von Geflüchteten weiter aus. So seien laut einer Pressemitteilung bis Ende 2024 durch die Anmietung geeigneter Liegenschaften rund 41.000 Plätze geschaffen beziehungsweise mietvertraglich gesichert worden.
„Die Landesregierung macht damit deutlich, dass sie die Botschaften aus den Kommunen ernstnimmt und sich ihrer Verantwortung im Bereich Flucht und Migration stellt”, sagte die Flucht- und Integrationsministerin Josefine Paul. In diesem Jahr seien bislang zwar deutlich weniger Schutzsuchende nach Deutschland und Nordrhein-Westfalen gekommen als 2023, allerdings blieben die Zahlen auf einem hohen Niveau und könnten zum Winter wieder steigen. Kommunen und Land würden daher gemeinsam Vorsorge treffen und seien fortlaufend im Gespräch, schreibt die Landesregierung in einer Pressemitteilung.
Keine Zuweisungstransfers über Weihnachten
Das Land sicherte zudem den Kommunen zu, über Weihnachten und Neujahr keine sogenannten Zuweisungstransfers stattfinden zu lassen. Damit werden zwischen dem 23. Dezember und 5. Januar keine Geflüchteten aus den Landeseinrichtungen in den kommunalen Unterkünften ankommen. Nun sollen die neu angemieteten Liegenschaften für die Unterbringung der Geflüchteten sukzessive hergerichtet werden. So sollen unter anderem Freiflächen in Container-Modulbauweise bebaut und bestehende Gebäude umgebaut werden.
Derzeit geht das Land Nordrhein-Westfalen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Zugänge von 45.000 bis 50.000 Asylsuchenden für das laufende Jahr bis Ende 2024 aus. 2023 hatten insgesamt 64.711 Menschen ein Asylgesuch für das Bundesland geäußert.




