Die Polizei Baden-Württemberg zieht Bilanz zur Fußballsaison 2025/2026. Mit weniger Gewalt, geringeren Kosten, weniger Personalaufwand und mehr Sicherheit fällt diese äußerst positiv aus.
In der vergangenen Saison begleitete die Polizei Baden-Württemberg 368 Spiele der beiden Bundesligen, der 3. Liga, der Regionalliga Südwest und der Oberliga Baden-Württemberg. Nach Angaben des Innenministeriums verfolgten rund 3,4 Millionen Zuschauende diese Partien. Dabei registrierten die Beamtinnen und Beamten 452 Straftaten – 22 weniger als in der Saison 2024/2025.
Diese positive Entwicklung spiegle sich am deutlichsten in der Zahl der Verletzten wider, so das Ministerium. Von 132 sank diese auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren: 91 verletzte Personen. Damit liege die Wahrscheinlichkeit, bei einem Fußballspiel der Profiligen in Baden-Württemberg als zuschauende Person verletzt zu werden, aktuell bei 1:38.000. In der Vorsaison lag dieser Wert noch bei 1:25.000. Unter den Verletzten waren sieben Polizistinnen und Polizisten – fünf weniger als 2024/2025.
Auf dem richtigen Weg
Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) sieht in dem Rückgang eine Bestätigung der aktuellen Linie. „Gewalt bleibt in Baden-Württemberg die Ausnahme. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis starker Stadionallianzen.“ Diese Allianzen sorgen nach Angaben des Ministeriums auch für geringere Polizeikosten. Für die Begleitung der Fußballspiele wurden in der Saison 2025/2026 insgesamt 24.981 Polizeikräfte eingesetzt. In der Vorsaison waren es noch 25.532 Kräfte.
Auch bei den Einsatzstunden zeigt sich diese Entwicklung. Diese gingen von 173.871 auf 165.471 Stunden zurück. Rund 600.000 Euro an Einsatzkosten konnten somit eingespart werden. Der Minister betonte dazu: „Mehr Sicherheit und weniger Einsatzstunden – das zeigt: Prävention, Dialog und Kooperation funktionieren. Genau dafür stehen unsere Stadionallianzen.“
Sowohl der VfB Stuttgart als auch der SC Freiburg spielten in der vergangenen Saison in internationalen Vereinswettbewerben – konkret der UEFA Europa League. Insgesamt traten in der vergangenen Saison neun Mannschaften Baden-Württembergs in den drei ersten deutschen Profiligen an. Dazu zählten neben den Vereinen aus Stuttgart und Freiburg, auch die TSG Hoffenheim, der 1. FC Heidenheim, der Karlsruher SC, der SSV Ulm 1846, der SV Waldhof Mannheim sowie die zweiten Mannschaften des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim. „Baden-Württemberg bleibt ein Fußballland mit Herz, Haltung und Verantwortung“, so Hagel.




