Das erste Schiff von Australiens geplanter Fregattenklasse Hunter ist offiziell kielgelegt. Verantwortet von BAE Systems Maritime Australia steht das Programm im Zentrum der australischen Bemühungen zur Modernisierung der maritimen militärischen Fähigkeiten.
Dabei kommt der Hunter-Klasse insbesondere die Aufgabe zu, gegnerische U-Boote zu bekämpfen. Folgerichtig wohnten Verteidigungsminister Richard Marles, Rüstungsminister Pat Conroy und der Chef der Marine, Vizeadmiral Matthew Buckley, dem industriellen Meilenstein bei. Das technische Rückgrat der Hunter-Klasse bildet das britische Type 26 Global Combat Ship. Allerdings hat Canberra deutliche Modifikationen am ursprünglich britischen Design vorgenommen. Mit einer Verdrängung von mindestens 8.200 Tonnen fällt die Hunter spürbar schwerer aus als ihr britisches Pendant. Darüber hinaus lassen die australischen Streitkräfte das heimische Radargerät CEAFAR2, das Aegis-Führungssystem der US Navy mit einer Saab-Schnittstelle sowie das geschleppte Sonar CAPTAS-4 von Thales einrüsten.
Die Pläne im Rahmen des SEA-5000-Programms sahen ursprünglich vor, neun Fregatten zu beschaffen. 2024 hat Down Under diese Zahl auf sechs Einheiten reduziert. Entsprechend der aktualisierten Zeitpläne sollen die ersten Einheiten der australischen Marine in den 2030er-Jahren zur Verfügung stehen. Der Bau von 20 der insgesamt 22 Blöcke des ersten Schiffs ist bereits angelaufen.
Neben Vorteilen für die australischen Streitkräfte erhofft sich Canberra Impulse für die heimische Industrie. Am Werftstandort Osborne in South Australia sind derzeit mehr als 2.500 direkte Arbeitsplätze mit dem Schiffbau verbunden. Darüber hinaus sichert das Bauprogramm rund 5.000 weitere Arbeitsplätze in der nationalen Zulieferkette.




