Die CSG Energetic Materials Germany GmbH hat den 57 Hektar großen Industriestandort Gnaschwitz südlich von Bautzen von Maxam Deutschland gekauft. Künftig sollen dort Munition und deren Komponenten hergestellt werden.
Die CSG Group (Czechoslovak Group), der Mutterkonzern der CSG Energetic Materials Germany GmbH, plant, über 100 Millionen Euro in den Standort zu investieren, der vorher dem spanischen MAXAM-Konzern gehörte. Künftig sollen dort Nitroglycerin und nitroglycerinbasierte Produkte sowie Munition und Munitionskomponenten hergestellt werden. Das Unternehmen produziert vorrangig Artillerie- und Panzermunition sowie Mittelkalibermunition etwa für Schützenpanzer. Zudem sollen dort 125 neue Arbeitsplätze entstehen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Im Rahmen des Verkaufs haben beide Unternehmen eine Vereinbarung getroffen, in den kommenden Jahren den Standort gemeinsam zu nutzen. CSG im militärischen Bereich und Maxam im Bereich industrieller Sprengstoffe und Sprengtechnik. Seit 1874 werden mit der Gründung der Königlich Sächsischen Pulverfabrik in Gnaschwitz Munition und Sprengstoffe hergestellt.
Dem Verkauf gingen intensive Verhandlungen voraus, bei denen die CSG von der Luther Rechtsanwaltskanzlei interdisziplinär zu immobilien- und außenwirtschaftsrechtlichen Fragestellungen beraten wurde, wie José de Andrés Abad, Legal Director der CSG Group, erläuterte.
Die Übernahme von Gnaschwitz folgt auf die Übernahme der MSM-Walsrode-Anlage durch CSG in niedersächsischen Bomlitz und ist ein weiterer Baustein der Strategie, eine vertikal integrierte europäische Wertschöpfungskette für energetische Materialien und Munition aufzubauen und die industrielle Präsenz des Unternehmens in Deutschland zu stärken.




