Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordern, die europäische Krisenvorsorge im Gesundheitswesen auszubauen. Hintergrund ist die veränderte Sicherheitslage in Europa durch Kriege, Fluchtbewegungen, hybride Bedrohungen, Cyber-Angriffe sowie klimabedingte Extremwetterereignisse. Dies stelle die Gesundheitssysteme in Europa vor neue Herausforderungen.
„Die Frage ist heute nicht mehr, ob Europa eine gemeinsame Krisenvorsorge braucht, sondern wie wir sie im Gesundheitswesen wirksam umsetzen. Ärztinnen und Ärzte wissen aus ihrer täglichen Arbeit, wo das System unter Druck verwundbar wird. Deshalb müssen sie von Anfang an in die europäische Krisenvorsorge eingebunden werden – nicht nur als Beteiligte, sondern als Partner“, fordert BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV, ergänzt: „Wir brauchen europaweite Strukturen, die die Versorgung mit Medikamenten und zur medizinischen Versorgung erforderlichen Materialien sicherstellen sowie eine resiliente grenzüberschreitende Energieversorgung und Kommunikationsstruktur.“
Die Europäische Strategie für eine Union der Krisenvorsorge (EU Preparedness Union Strategy) werde als Ansatz begrüßt. Dennoch müssten die Maßnahmen gemeinsam mit den Mitgliedstaaten umgesetzt und die Erkenntnisse aus Übungen systematisch für die weitere Planung genutzt werden.




