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StartVerteidigungRahmenabkommen zur CAVS-Produktion unterzeichnet

Rahmenabkommen zur CAVS-Produktion unterzeichnet

Der finnische Rüstungsprimus Patria und der deutsch-französische Panzerbauer KNDS haben einen Wartungs- und Produktionsvertrag im Rahmen des Common Armoured Vehicles System(CAVS)-Programm abgeschlossen. Der Kontrakt regelt die Montage sowie die finale Endintegration des radgetriebenen Transportpanzers Patria 6×6. Das wird am KNDS-Standort Freisen im Saarland erfolgen.

Der deutsch-finnischen Industriekooperation liegt ein Auftrag der Bundeswehr aus dem Jahr 2025 zugrunde. Zu diesem Zeitpunkt bestellte die Bundeswehr bis zu 876 6×6 für mehr als zwei Milliarden Euro. Konkret sind zehn Mannschaftstransportwagen, 170 Pioniergruppentransporter sowie 48 Panzeraufklärungsgruppentransporter im Rahmen der ersten Tranche beauftragt. Das ist der Truppe 959 Millionen Euro wert. Darüber hinaus bestehen Optionen auf weitere 54 Pioniergruppentransporter und 14 Panzeraufklärungsgruppentransporter. Die zweite Tranche sieht 69 Fahrzeuge mit dem 120-mm-Turmmörser NEMO sowie 52 Feuerleitfahrzeuge für einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro vor. Für weitere 61 NEMO-Träger und 398 Feuerleitfahrzeuge bestehen Optionen. Die Fahrzeuge sollen den Transportpanzer Fuchs ersetzen. Mit der Partnerschaft zwischen KNDS und Patria stellte das Verteidigungsministerium (BMVg) sicher, dass auch die deutsche Wirtschaft von dem Großauftrag profitiert. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung soll – wie beim CAVS-Programm üblich –auf deutschem Boden erfolgen.

Die Auslieferungen an die Bundeswehr beginnen Ende 2026 bzw. Anfang 2027. Zu Beginn allerdings noch mit rein finnischen 6×6. In Freisen wird lediglich die spezifische Bundeswehrausstattung eingerüstet. Ab Ende 2027 ändert sich der Modus Operandi: Es folgt die schrittweise Steigerung der lokalen Produktion im kleinsten deutschen Bundesland nach Fläche.

Bisher betätigen sich die Mitarbeitenden am KNDS-Standort Freisen vornehmlich mit Instandsetzung. Der neuen Rolle in der Produktion entsprechend plant der Panzerbauer Freisen wesentlich aufzustocken – personell wie technisch. Die derzeitige Belegschaft von rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll um etwa 500 Fachkräfte anwachsen. Darüber hinaus ist die regionale Zulieferinfrastruktur eingebunden.

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